Was ist der Unterschied zwischen LoRa und LoRaWAN?
LoRa (Long Range) bezeichnet die physikalische Schicht – also die Funktechnologie, die die drahtlose Übertragung von Daten über große Entfernungen ermöglicht. LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) ist das darauf aufbauende Kommunikationsprotokoll, das die Kommunikation zwischen Endgeräten, Gateways und Netzwerkservern regelt.
LoRa – die Funktechnologie auf physikalischer Ebene: LoRa stellt die Funkverbindung zwischen Endgerät und Gateway her. Die EMU Professional II Energiezähler mit LoRa-Schnittstelle arbeiten im Frequenzband EU 863–870 MHz und senden mit einer LoRa-Sendeleistung von 14 dBm über die interne Antenne. Der Energiezähler kann so aus großen Entfernungen und an schwer erreichbaren Installationsorten oder in Bereichen ohne kabelgebundene Kommunikationsinfrastruktur zuverlässig Daten übermitteln.
LoRaWAN – das Kommunikationsprotokoll: LoRaWAN definiert, wie Endgeräte (z. B. Energiezähler), Gateways und Netzwerkserver miteinander kommunizieren. Das Protokoll regelt unter anderem die Einteilung in Geräteklassen und den Join-Modus für die Netzwerkanbindung. Die EMU Professional II LoRa-Zähler arbeiten als Klasse-C-Geräte – die LoRa-Schnittstelle ist zu jeder Zeit empfangsbereit. Unterstützt das Netzwerk keine Klasse-C-Geräte, agiert der Energiezähler wie ein Klasse-A-Gerät. Die Netzwerkanbindung erfolgt über den Join-Modus OTAA mit einer gerätespezifischen DevEUI, AppEUI und AppKey.
Zusammenspiel in der Praxis: Für den Betrieb eines LoRaWAN-Netzwerks zur Energiedatenerfassung werden neben den Endgeräten auch Gateways und ein Netzwerkserver benötigt. EMU Metering bietet hierfür Indoor- und Outdoor-Gateways sowie einen LoRa Server als SaaS-Lösung an. Die LoRa-Schnittstelle kann die Sende- und Empfangsparameter fortlaufend anpassen, um eine stabile Verbindung zum Gateway zu unterstützen. Die erfassten Messdaten lassen sich anschließend in eine Energiemanagement-Software überführen.
Mike - February 23, 2022 15:44 - 9282 Ansichten